6/24/2014

G E D A N K E N   W I R R - W A R R
Das Leben kann manchmal wirklich hart sein. Da hat man endlich sein Abitur geschafft und ist erleichtert, doch im nächsten Moment tauchen da Gedanken auf, schleichend wie eine Katze, die plötzlich lauter werden: Abi - und was jetzt? Ich bewundere immer die Leute, die einen klaren Plan haben. "Nach meinem Abi studiere ich Jura an der LMU in München und arbeite dann im Amstgericht in Straßburg." Bei solchen Menschen frage ich mich immer: woher habt ihr diese genaue Vorstellung von eurer beruflichen Zukunft? Und ist es überhaupt gut, einen konkreten Plan zu haben, oder sollte man sich erstmal treiben lassen, um heruaszufinden, was man überhaupt möchte? Ich habe letztens einen interessanten Artikel gelesen, in dem stand, dass es für keinen Menschen DEN perfekten Job gibt, sondern einen großen Bereich von Jobs. Dieser Bereich ergibt sich eben aus den Interessenfeldern des jeweiligen Menschen. Ich habe mich in den letzten Wochen des öfteren mit mir auseinandergesetzt und mir ist aufgefallen, dass es einem echt schwer fallen kann, zu sagen, WAS man eigentlich will. Die Schule schreibt uns (in meinem Fall) 12 Jahre vor was wir zu lernen haben und gibt uns eine Richtung vor, an der wir uns entlang hangeln. Man hat das Ziel Abi zu machen und dann wenn man dieses Ziel erreicht hat steht man vor so vielen Türen, die so viele Wege öffnen und man fragt sich: welche Tür öffne ich und welchen Weg schlage ich ein? Und ist das überhaupt der richtige? Was gibt es für Konsequenzen? All diese Fragen beschäftigen mich zur Zeit. Geht das nur mir so? Oder gibt es auch andere, die genau das gleiche denken wie ich? Fakt ist, dass wir akzeptieren müssen auch Fehler zu machen. Vielleicht ist das erste Studium doch nicht das richtige oder man merkt mitten im Berufsleben: Hoppla, meine Arbeit macht mir gar nicht mehr Spaß und geht mir wirklich auf die Nerven. Aber sowas gehört zum Leben dazu - nämlich auch schlechte Erfahrungen machen. Nur daran können wir wachsen. Und für mich ist es wahre Charakterstärke sich eine schlechte Erfahrung einzugestehen und aus ihr eine gute zu schaffen, indem man etwas verändert. Denn uns allen steht unser ganz eigenes persönliches Glück zu, wieso es dann einfach nicht wahr werden lassen?
Küsschen.