1/20/2015








DIE ZEIT                                                                                                                              
UND IHRE "VERSCHWENDUNG"

„Verschwende nicht zu viel Zeit, Anke.“ Diesen Satz höre ich in letzter Zeit so oft und er hat mich zum Nachdenken gebracht. 

Voller Euphorie teilte ich Leuten meinen Entschluss mit vor meinem Studium nun doch noch ins Ausland zu gehen und zu reisen. Ich war stolz auf mich, da ich das Gefühl hatte, endlich einen Plan zu haben und  fühlte mich endlich bereit eine große Reise zu wagen. Doch ich erntete in erster Linie hochgezogene Augenbrauen und Sätze wie: „Wieso gehst du nicht einfach gleich studieren?“ - „Du verlierst dann doch mega viel Zeit!“ - „Mach nicht zu lange Pause zwischen Abitur und Studium.“ „Zeit ist Geld.“
WARUM?!
Was ist so falsch daran sein Leben durch außergewöhnliche Erfahrungen in Form von Reisen zu bereichern? Warum „muss“ man sich gleich so schlecht wenn man eine Weile nichts tut und nichts „leistet“, so wie alle anderen, die beispielsweise gleich studieren? Warum gibt es diesen Zeitdruck und dieses vorgeschrieben Leben: Abschluss - maximal 1 Jahr Pause - Studium - Arbeiten - Rente. Oder wie?! Warum muss man immer gleich studieren und „bloß keine Zeit verlieren“? Verdammt, ich bin 18 ich habe noch so viel vor mir, da macht 1 Jahr „Pause“ mehr oder weniger auch nichts mehr.
Ich bin jung und genau das möchte ich auskosten. Mein Papa sagt immer zu mir: „Sei froh, dass du noch die Möglichkeit hast für ein halbes Jahr einfach mal abzutauchen. Je älter man wird, desto mehr Verantwortung hat man.“ Und damit hat er so Recht. Man sollte sich nicht so fertig machen lassen von den vorgeschriebenen Mustern, die in der Gesellschaft so verbreitet sind und sein eigenes Ding machen. Natürlich möchte ich studieren und arbeiten. Aber warum so schnell? Mein halbes Leben,was noch vor mir liegt wird mit Arbeit gefüllt sein, jetzt ist die Zeit etwas zu erleben, Erinnerungen für die Ewigkeit zu schaffen, sich weiter zu entwickeln. 
Wenn man etwas wirklich will spielt Zeit eigentlich keine Rolle. Wir haben so viel davon - warum nutzen wir sie nicht wie wir es wollen?

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